Die Absonderung der Frau (Hidschab)

Die Gewohnheit Frauen einen abgesonderten Raum in Zelt oder Haus zu geben, in die fremde Männer keinen Zutritt haben, gab es in Arabien schon vor dem Islam. Wenn eine Dame ihren eigenen Raum verließ, tat sie dies idealerweise in einer mit Vorhängen versehenen Sänfte oder mit einem bedeckenden Gewand um sich drapiert. Diese beiden Erfindungen sind als bewegliche Frauenzimmer zu betrachten. Für Frauen niederen Standes und für Sklavinnen kam es nicht so genau darauf an.
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Noch mal nachzugehen wäre, ob es schon in der Antike Abbildungen von verschleierten arabischen Frauen gegeben hat; ich vermute dass es einiges gibt. Zur Hand habe ich hier nur ein Fragment vom Kirchenvater Tertullian (± 150–220), lange vor dem Islam, der auch christliche Frauen gerne verschleiert gesehen hätte und ihnen die arabischen Frauen als Beispiel hinstellte,

  • „die nicht nur ihren Kopf, sondern auch ihr Gesicht so gänzlich bedecken, dass sie, mit nur einem Auge frei, sich lieber mit halb so viel Licht begnügen als ihr ganzes Gesicht feil zu bieten; eine Frau will ja lieber sehen als gesehen werden“.1

Nach der ebenfalls vorislamischen jüdischen Mischna sollten die in Arabien wohnhaften Jüdinnen, wenn sie am Sabbat ausgingen, in Anlehnung an die Gewohnheit vor Ort, einen Schleier tragen, der das Gesicht bedeckte, die Augen aber frei ließ.2
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Im Islam ist die Absonderung der Frau eine Institution geworden. Die koranische Grundlage besteht aus einigen wenigen Koranversen, die unterschiedlich interpretiert werden können. Einer davon ist der „Vers der Absonderung“ (hidjāb), der einige Verhaltensregeln für Besucher in den Wohnungen des Propheten enthält. Die relevanten Worte sind:

  • Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem Vorhang (hidjāb)! Auf diese Weise bleibt euer und ihr Herz eher rein.3

Kein direkter Kontakt mit den Frauen des Propheten also; von anderen Frauen wird nicht geredet. Wie der Vorhang aussah, wird nicht erläutert; für die ersten Hörer des Verses wird es klar gewesen sein.
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Die jahrhundertealte islamische Koranauslegung erzählt oft, mit welchem Anlass, bei welcher Gelegenheit ein bestimmter Koranvers offenbart worden sei (sabab an-nuzūl, Anlass zur Offenbarung). Bei manchen Versen bestehen sogar mehrere Erzählungen zum jeweiligen „Anlass“.
Die bekannteste Erzählung zu Koran 33:53 erzählt, wie Gäste bei einer der Hochzeiten des Propheten etwas störend in dessen Privatsphäre anwesend gewesen seien und, als er nach dem Festmahl seine Hochzeitsnacht habe antreten wollen, nicht weggegangen seien. Das bezieht sich vor allem auf den hier oben nicht zitierten Teil des Koranverses.
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Aber es kursieren zu diesem Vers noch drei andere „Anlässe“, alle aus dem 9. Jahrhundert. Eine dieser Erzählungen lautet:

  • Als der Prophet mit einigen seiner Gefährten beim Essen war, berührte die Hand eines von ihnen diejenige [seiner Frau] Aischas. Das fand der Prophet nicht angenehm und darauf wurde der „Vers der Absonderung“ (āyat al-hidjāb) offenbart.4

In einer anderen Erzählung ergreift der spätere Kalif ‘Umar die Initiative:

  • ‘Umar erzählte: Ich sagte: „Prophet, jedermann läuft bei deinen Frauen ein und aus; wenn du ihnen mal auftragen würdest sich abzusondern?“ Und darauf wurde der „Vers der Absonderung“ offenbart.5

In einer dritten Erzählung, die von Aischa erzählt wird, spielt ‘Umar ebenfalls die Hauptrolle:

  • Die Frauen des Propheten waren es gewohnt, abends hinauszugehen, um sich an ruhigen Orten mit viel Frischluft zu entleeren. ‘Umar hatte dem Propheten schon gesagt, er möge doch seine Frauen absondern, aber dieser hatte das nicht getan. Also ging Sauda, die Frau des Propheten, eines Abends hinaus—sie war eine hochgewachsene Frau—und ‘Umar rief ihr, so laut er konnte, zu: „Wir haben dich schon erkannt, Sauda!“—begierig wie er war, dass Gott den [„Vers der] Absonderung“ offenbaren würde. Darauf offenbarte Gott den [„Vers der] Absonderung“.6

‘Umar war richtig stolz auf seine Initiative:

  • Gott und ich waren uns in drei Punkten einig: …7

und dann werden drei Koranverse erwähnt, die auf ‘Umars Initiative offenbart sein sollen; darunter also  der „Vers der Absonderung“.
Sekundär ist eine andere Erzählung, die das Motiv von Saudas Toilettengang auch noch mal verwendet:

  • […] von Aischa: Sauda ging eines Abends hinaus, um sich zu entleeren, als die Absonderung schon Pflicht geworden war. Sauda war eine hochgewachsene Frau, die deutlich über die anderen Frauen hinausragte. ‘Umar bemerkte sie und rief: „Hey Sauda, wir haben dich schon gesehen! Schau doch mal, wie du herumläufst!“
    Sie lief schnell davon und ging zurück zum Propheten, der gerade beim Abendessen war. Sie erzählte ihm, was passiert war, und was ‘Umar zu ihr gesagt hatte. Dann schwitzten ihm die Hände und er empfing eine Eingebung, mit dem Schweiß in den Händen, nämlich: „Es ist euch erlaubt hinaus zu gehen, um euch zu entleeren.“ 8

Offensichtlich gab es Muslime, die meinten, Frauen sollten ihre Wohnung überhaupt nicht verlassen; weder um sich zu entleeren noch um die Moschee zu besuchen (darüber gibt es viele andere Texte). Der zuletzt zitierte Text, mit dem ungeschickt erzählten Schluss, versucht mit prophetischer, ja nahezu göttlicher Autorität durchzusetzen, dass Frauen doch hinausgehen dürfen um sich zu entleeren. Der Prophet gerät ins Schwitzen, wie so oft, wenn er eine Offenbarung empfängt. Es kommt auch etwas; nur ist es keine Offenbarung, kein Koranvers, sondern eine „Eingebung“ (wahy), die hier frecherweise als genau so verbindlich wie ein Koranvers dargestellt wird.

Zu den Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Propheten und ‘Umar, s. den Artikel hier.

ANMERKUNGEN
1. Tertullian, De virginibus velandis, cap xvii: Iudicabunt vos Arabiæ feminæ ethnicæ, quæ non caput sed faciem quoque ita totam tegunt ut, uno oculo liberato, contentæ sint dimidiam frui lucem, quam totam faciem prostituere: mavult femina videre quam videri.
2. Schabbat vi, 6: ‎ערביות יוצאות רעולות.
3. Koran 33:53, Übersetzung Paret. وَإِذَا سَأَلْتُمُوهُنَّ مَتَاعًا فَاسْأَلُوهُنَّ مِنْ وَرَاءِ حِجَابٍ ذَلِكُمْ أَطْهَرُ لِقُلُوبِكُمْ وَقُلُوبِهِنَّ
4. At-Tabarī, Tafsīr zum Vers:

حدثني يعقوب، قال ثنا هشيم، عن ليث، عن مجاهد: أنّ رسول الله صلي الله عليه وسلم كان يطعم ومعه بعض أصحابه، فأصابت يد رجل منهم يد عائشة، فكره ذلك رسول الله ص، فنزلت آية الحجاب.

5. At-Tabarī, Tafsīr zum Vers:

حدثنا ابن بشار، قال ثنا ابن أبي عدي، عن حميد، عن أنس بن مالك، قال: فال عمر بن الخطّاب: “ قلت لرسول الله ص: لو حجبت عن أمهات المؤمنين، فإنه يدخل عليك البرّ والفاجر، فنرلت آية الحجاب.“

6. Muslim, Salām 18:

‎حدثنا عبد الملك بن شعيب بن الليث حدثني أبي عن جدي حدثني عقيل بن خالد عن ابن شهاب عنعروة بن الزبير عن عائشة أن أزواج رسول الله ص كن يخرجن بالليل إذا تبرزن إلى المناصع وهو صعيد أفيح وكان عمر بن الخطاب يقول لرسول الله ص احجب نساءك فلم يكن رسول الله ص يفعل فخرجت سودة بنت زمعة زوج النبي ص ليلة من الليالي عشاء وكانت امرأة طويلة فناداها عمر ألا قد عرفناك يا سودة حرصا على أن ينزل الحجاب قالت عائشة فأنزل الله عز وجل الحجاب.

7. Bukhārī, Fadā’il al-qur’ān 2, 9

باب واتخذوا من مقام إبراهيم مصلى …/ مثابة K. 2:125 يثوبون يرجعون

حدثنا مسدد عن يحيى بن سعيد عن حميد عن أنس قال قال عمر: وافقت الله في ثلاث أو وافقني ربي في ثلاث. قلت يا رسول الله لو اتخذت مقام إبراهيم مصلى. وقلت يا رسول الله يدخل عليك البر والفاجر فلو أمرت أمهات المؤمنين بالحجاب فأنزل الله آية الحجاب. قال وبلغني معاتبة النبي صلى الله عليه وسلم بعض نسائه فدخلت عليهن قلت إن انتهيتن أو ليبدلن الله رسوله ص خيرًا منكن حتى أتيت إحدى نسائه قالت يا عمر أما في رسول الله ص ما يعظ نساءه حتى تعظهن أنت فأنزل الله عسى ربه إن طلقكن أن يبدله أزواجًا خيرًا منكن مسلمات K. 66:5 الآية وقال ابن أبي مريم أخبرنا يحيى بن أيوب حدثني حميد سمعت أنسًا عن عمر.

8. At-Tabarī, Tafsīr zum Vers:

… عن آبن وكيع بن نمير، عن هشام بن عروة عن عروة عن عائشة أم المؤمنين: خرجت سودة لحاجتها بعد ما ضرب علينا الحجاب وكانت امرأة تفرع النساء طولاً فأبصرها عمر فناداها: يا سودة إنّك واﷲ ما تخفين علينا فانظري كيف تخرجين أو كيف تصنعين فانكفأت فرجعت الى رسول اﷲ ص وإنّه ليتعشّى فأخبرته بما كانوما قال لها وان في يده لعرقًا فأوحى إليه، ثم رفع عنه وان العرق لفي يده. فقال: لقد أذن لكنّ أن تخرجن لحاجتكنّ.

Diakritische Zeichen: ḥiǧāb, hidschab, waḥy, aṭ-Ṭabarī, Buḫārī, Faḍāʾil al-qurʾān

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al-Tha‘labis Prophetenerzählungen

(Was sind Prophetenerzählungen? Click hier.)

Abū Ishāq Ahmad ibn Muhammad ibn Ibrāhīm ath-Tha‘labī (± 965–1035) wirkte in Nishāpūr und wohl auch in Baghdād als schafiitischer Rechtsgelehrter, Korangelehrter und Literat. Er verfasste einen umfangreichen Korankommentar, der wegen Unzuverlässigkeit seiner Quellen, bzw. schiitischer Neigungen bei den Sunniten wenig geschätzt wurde. Seine Anekdotensammlung Qatlā al-Qur’ān (Die vom Koran getöteten; i. e. beim Hören oder Rezitieren des Korans) zeugt von Affinität mit asketischer Gottesfurcht und Mystik.
Sein Ruhm beruht auf den Qisas al-anbiyā’, eine Sammlung Erzählungen über die Propheten, auf die ich mich hier weiter konzentriere. Das Werk ist (von ihm selbst?) in 32 ungleich große Abteilungen eingeteilt worden, die der deutsche Übersetzer durch eine sinnvolle Einteilung in zwölf Kapitel ersetzt hat. Die Ordnung des Stoffes ist chronologisch.
Das erste Kapitel behandelt die Schöpfung der Erde, der sieben Himmel und des Menschen. Es folgen die Geschichte von Adam und Eva, ihre Nachkommen und der Prophet Idrīs (Henoch); dann die Sintflut und die Strafgerichte von Hūd und Ṣāliḥ. Das vierte Kapitel behandelt Abraham und seine Einrichtung des Ka‘ba-Kultus in Mekka; des weiteren Lūt (Lot) und den Untergang von Sodom. Das fünfte Kapitel enthält den Zyklus von Yūsuf (Joseph) und seinen Brüdern. Die nächsten drei Kapitel, die mehr als ein Drittel des Werks ausmachen, entsprechen der Geschichte Israels von Moses über die Könige Saul, David und Salomo bis zum Niedergang unter dessen Nachfolgern. Dann folgen drei weniger deutliche Gestalten. Luqmān ist der arabische Weise aus dem Koran, von dem ath-Tha‘labī eine Anzahl Weisheitssprüche zitiert. Bulūqiyā ist der Sohn eines biblischen Königs, der eine Beschreibung des Propheten Muhammads findet und auf der Suche nach ihm eine wundersame Reise durch Zeit und Raum macht. Die Erzählung steht auch in Tausendundeine Nacht. Der koranische Dhū al-Qarnain, „der mit den Hörnern,“ wird in der Legende mit Alexander dem Großen gleichgesetzt. Bei ath-Tha‘labī findet man demnach eine Fassung des arabischen Alexanderromans. Kapitel elf ist der Geschichte Jesu im weitesten Sinne gewidmet. Das letzte Kapitel behandelt verschiedenes aus der Periode zwischen Jesus und Muhammad: Yūnus (Jona), die Siebenschläfer, aber auch den Martyrer Sankt Georg, Samson und anderes.
In den Qiṣaṣ liegt einem Erzählelement oft ein erklärungsbedürftiger Koranvers zu Grunde, oder die Phantasie nimmt sich einen Vers als Ausgangspunkt. Wenn z. B. die Königin von Saba auf dem Glasboden von Sulaimāns (Salomos) Palast ihre Beine entblößt, weil sie ihn für Wasser hält (Koran 27:44), „wissen“ die Erzähler darüber hinaus, dass sie behaarte Beine hatte, und wie sie mit Hilfe des allerersten Enthaarungsmittels davon befreit wurde. Als weiteres Beispiel schöpferischer Erfindung in Anlehnung an die eine Legende möge ein Fragment aus der Josefsgeschichte dienen: Die Brüder behaupten Jakob gegenüber, ein Wolf habe Josef gefressen. Jakob zitiert das Tier herbei und stellt es zur Rede. Der Wolf erklärt, dass er nie Propheten isst, und überdies aus Ägypten stammt und nur wegen Familienbesuch im Land Kanaan ist.
Aber ath-Tha‘labī selbst war nicht der Phantast, sondern der gelehrter Herausgeber anderer Phantasien, wie aus seinen Quellennachweisen und philologischen Kommentaren ersichtlich wird. Vorher hatte er bereits seinen Korankommentar abgefasst. Dazu hat er die Qisas wohl als Ergänzung gedacht, als Erbauungs- und Unterhaltungsbuch für eine breitere, wenn auch gebildete Leserschaft.

LITERATUR
Primär
– Ath-Tha‘labī, Qur’anic commentary in the eastern Islamic tradition of the first four centuries of the Hijra, an annot. ed. of the pref. to al-Thaʿlabī’s Kitāb al-Kashf wa’l-Bayān ʿan Tafsīr al-Qurʾān, ed. and trsl. Isaiah Goldfeld, Akka 1984.
– Ath-Tha‘labī: Al-Kashf wal-bayān, al-ma‘rūf bi Tafsīr ath-Tha‘labī hrsg. Abū-Muḥammad ibn ‘Āshūr und Nazīr as-Sā‘idī, 10 Bde., Beirut 2002.
– Ath-Tha‘labī: Die vom Koran Getöteten: ath-Tha‘labīs Qatlā al-Qur’ān nach der Istanbuler und den Leidener Handschriften, Hrsg. und Kommt. Beate Wiesmüller, Würzburg 2002.
– Ath-Tha‘labī, Qisas al-anbiyā’, Būlāq 1869 u.v.a. Ausgaben. Eine traurige alte Lithografie kann kostenlos heruntergeladen werden.
– Ath-Tha‘labī: Heribert Busse (übers. u. kommt.), Islamische Erzählungen von Propheten und Gottesmännern. Qisas al-anbiyā’ oder ‘Arā’is al-magālis, Wiesbaden 2006.

Sekundär
– A. Rippin, „al-Thaʿlabī,“ in EI2.
Walid A. Saleh, The formation of the classical tafsīr tradition: the Qur’ān commentary of al-Tha‘labī (d. 427/1035), Leiden 2004.
– R. Tottoli, Biblical Prophets in the Qur’an and Muslim Literature, Richmond (Surrey) 2002.

Diakritische Zeichen: Abū Isḥāq Aḥmad ibn Muḥammad ibn Ibrāhīm aṯ-Ṯaʿlabī, Qiṣaṣ al-anbiyāʾ, Ṣāliḥ, Lūṭ, Ḏū al-Qarnain

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Isra’iliyat (Kurzdefinition)

Isrā’īlīyāt (اسرائيليات) sind an erster Stelle die Erzählungen mit ergänzender „historischer“ Auskunft zu den biblischen Personen, die im Koran erwähnt oder thematisiert werden. Diese Produkte der „Erzähler“ sind oft auf jüdische Prophetenerzählungen und Legenden oder auf reine Phantasie zurückzuführen. Oft findet man sie in → Ginzberg, Legends. Ebenfalls zu den isrā’īlīyāt werden allerlei erbauliche und unterhaltsame Erzählungen gerechnet, die in einer legendarischen Vergangenheit, in der „Zeit des Volkes Israel“ (‘ahd banī isrā’īl) situiert sind. 

Wie die islamische Überlieferung es will, können die Araber die jüdischen Erzählstoff über bekehrte Juden wie ‘Abdallāh ibn Salām und Ka‘b al-Ahbār gekannt haben, aber nötig ist das nicht. Die eroberten Gebiete waren voller Christen und Juden; ihre Literaturen waren überall und der Zugang dazu muss sehr leicht gewesen sein. Der Erzähler Wahb ibn Munabbih (± 654–728) war mit diesem Material sehr vertraut und hat es in seinen Schriften verbreitet.

Waren die frühen islamischen Texte noch mit isrā’īlīyāt durchtränkt, nach dem achten Jahrhundert gab es ein deutliches Misstrauen gegen sie und eine Tendenz sie zu marginalisieren oder gar unsichtbar zu machen.  Es erfolgte eine Entbibelung des Islams.

Isrā’īlīyāt findet man vor allem in koranexegetischen Werken (tafsīr), in Geschichtsquellen und in den Prophetenerzählungen (qisas al-anbiyā’).

BIBLIOGRAPHIE
– G. Vajda, Art. ‘Isrāʾīliyyāt’ in EI2.
– Art. ‘Isra’iliyyat’ in Wikipedia.
– Louis Ginzberg, The Legends of the Jews, Philadelphia 1909–, oder online, aber dort fehlen die Anmerkungen.

Kurzdefinitionen: Anlässe der Offenbarung, DhimmiFatwa, Hadith, IsnadKalif, Koranauslegung, Muslim, Naskh, ProphetenerzählungenSabab an-nuzulSchariaSiraSunnaTafsirTaqiya,

Diakritische Zeichen: isrāʾīlīyāt, ʿAbdallāh ibn Salām, Kaʿb al-Ahbār, qiṣaṣ al-anbiyāʾ

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