Ibn Dawud: Hadith

Ibn Dāwūds Kitāb al-Zahra enthält ungefähr zehn Hadithe; darunter drei, die erwähnenswert sind.1

1. Der erste wird im Rahmen der Liebestheorie präsentiert: 

  • Abū Bakr Muhammad ibn Ishāq as-Sāghānī – Ibn Abī Maryam – Yahyā ibn Ayyūb – Yahyā ibn Sa‘īd – ‘Amra – Aischa – der Prophet: „Die Seelen sind einberufene Soldaten; diejenige, die sich ineinander wiedererkennen, suchen Gesellschaft miteinander; diejenigen, die das nicht tun, stoßen aufeinander.“ 2

2. Der berühmte Liebeshadith (hadīth al-‘ishq) lautet in der Zahra so:

  • Von meinem Vater – Suwayd ibn Sa‘īd al-Hadathānī – Alī ibn Mushir – Abū Yahyā al-Qattāt – Mudjāhid – Ibn ‘Abbās – der Prophet: „Wer leidenschaftlich liebt, keusch bleibt, es verbirgt und dann stirbt, der stirbt als Märtyrer.“ 3

Ein Märtyrer war ursprünglich jemand, der auf dem Schlachtfeld im Kampf für den Islam umkam und dafür im Jenseits extra Lohn bekam. Weil im Laufe der Zeit immer weniger Muslime an Kampfhandlungen teilnahmen, man sich aber die Privilegien der Märtyrer nicht entgehen lassen mochte, ist der Märtyrerbegriff erweitert worden. Auch Menschen, die z. B. im Ausland oder durch eine Epidemie, im Wochenbett, durch Krankheit, Armut oder Ertrinken starben, galten späterhin als Märtyrer. Der obige Hadith rechnet auch Liebeskummer zu diesen schwierigen Umständen.4 Vielleicht war der *Zāhirite Ibn Dāwūd der erste, der diesen Schmerz ernst nahm. Aber er hat den Hadith sicherlich nicht selbst erfunden, wenigstens nicht dessen Kern. Der Dichter Abū Nuwās (757–815) hatte ihn nämlich schon hundert Jahre zuvor als Witz lanciert. Seine Absicht war wohl auf das sich schnell erweiternde Märtyrerwesen anzuspielen oder es zu verspotten. Sein Hadith hat einen Fantasie-Isnad; der Text lautet: „Wer als Verliebter stirbt, erhält den Lohn des Martyriums.“ Abū Nuwās kann den Text entweder selbst erdacht oder fertig vorgefunden haben.5

3. Mit Hilfe des dritten Hadiths versuchte man die Poesie islamisch zu legitimieren. Auch Ibn Dawud zitiert ihn:

  • (mit unvollständigem Isnad:) Ibn ‘Abbās – der Prophet: „Manche Poesie besteht aus Weisheiten; manche Eloquenz ist Zauberei.“ 6

ANMERKUNGEN
1. W. Raven, Ibn Dāwūd, 13–15.
2. Ibn Dāwūd, Zahra i, 14; A.J. Wensinck, Concordance s.v. djannada; Giffen, Theory 55, Ibn Qayyim al-Djawzīya, Rauda 83. الأرواح جنود مجنَّدة فما تعارف منها ائتلف وما تناكر منها اختلف. Ibn Dāwūd kann as-Sāġānī eventuell noch selbst gekannt haben; dieser wohnte in Bagdad und starb 883, als Ibn Dāwūd 15 Jahre alt war; al-Khatīb al-Bagdādī, Ta’rīḫ Bagdād i, 240–241; Ibn Hadjar al-‘Asqalānī, Tahḏīb at-tahdhīb ix, 35–37.
3. Ibn Dāwūd, Zahra i, 66; nicht in Wensincks Concordance; Giffen, Theory 99ff..قال رسول الله ص من عشق فعفّ فكتمه فمات فهو شهيد
4. E. Kohlberg, Art. „Shahīd,“ in EI 2; W. Raven, Art. „Martyrs,“ in EQ.
5. E. Wagner, Abū Nuwās. Eine Studie zur arabischen Literatur der frühen ʿAbbāsidenzeit, Wiesbaden 1965, 34–5. (ramal)

ولـــقـــد كـُــنّــا رويـْـنــا ‪*‬ عـن سـعـيـدٍ عـن قـتـادةْ
عـن سعيـدِ بـنِ الـمســـيَّـــــبْ أنّ سعْـدَ بـنَ عُبـادةْ
قــال: مـَنْ مـات مُـحِـبـّاً *  فــلـه أَجْــر الــشــهادةْ

6. Es ist der letzte Satz des Kitāb az-Zahra, wenigstens in seiner uns überlieferten Form: Ibn Dāwūd, Zahra ii, 372: إنّ من الشعر لحكمًا وإنّ من البيان لسحرًا . Ungefähr identisch steht es in Abū Dāwūd, Sunan, Adab 87; die beiden Teile des Hadith werden oft separat zitiert.

Diakritische tekens: Muḥammad ibn Isḥāq aṣ-Ṣāġānī, Yaḥyā, ʿĀʾiša, ḥadīth, al-Ḥadaṯānī, Abū Yaḥyā, Muǧāhid, Ẓāhirite, al-Ǧawzīya, Rauḍa, al-Ḫaṭīb al-Baġdādī, Taʾrīḫ Baġdād, Ibn Ḥaǧar, Tahḏīb at-tahḏīb

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Muhammad ibn Dawud al-Isbahani

Muḥammad ibn Dāwūd al-Iṣbahānī war ein nicht sehr bekannter Intellektueller aus Bagdad, der von 868–910 lebte. Über ihn habe ich meine Dissertation geschrieben.1 Ein Meisterwerk war das nicht, aber der Stoff ist noch immer interessant. Darum habe ich vor hier die Akte manchmal wieder zu eröffnen.
Der Wikipedia ist Ibn Dawud noch entkommen und den Artikel über ihn in der Encyclopaedia of Islam brauchen Sie nicht nachschlagen. Es gibt den dort zwar, aber er ist ziemlich schlecht und auf jeden Fall veraltet.
Wie alle Intellektuellen seiner Zeit war Ibn Dawud in mehreren Geisteswissenschaften zu Hause. Er war *Rechtsgelehrter, überlieferte *Hadithe und formulierte Meinungen zur *Theologie. Interessanter war er jedoch als *Literaturwissenschaftler und Kritiker. Er schrieb eine *Anthologie der arabischen Poesie in hundert Kapiteln, das *Kitāb az-Zahra,2 was an sich schon eine kritische Tätigkeit war; darüber hinaus gab er in der Zahra kurze *Kommentare zu vielen Gedichtfragmenten; oft ein wenig naiv, aber in einer Weise, die damals neu war. *Dichter war er auch; kein großer Dichter, aber ein eigenartiger. Der Beweis ist noch nicht ganz geliefert, aber es ist wahrscheinlich, dass er seine eigenen Gedichte in seiner Anthologie versteckt hat, unter der Überschrift: „Von einem Zeitgenossen“.
Im Kitāb az-Zahra hat er auch sog. *Graeco-Arabica überliefert: Texte mit einem griechischen wissenschaftlichen und philosophischen Hintergrund, aus dem Griechischen oder Syrischen übersetzt, bearbeitet, noch mal neu geschrieben usw.. Dabei handelt es sich vor allem um populärwissenschaftliche medizinische Literatur. Auch Altphilologen können sich über solche Texte freuen: Sie bieten oft einen Einblick in die Textgestalt womöglich mangelhaft überlieferter griechischer Werke oder in die Anthologien (florilegia) aus byzantinischer Zeit. Ich habe stark den Eindruck, dass Ibn Dawud selbst nicht immer verstand, was er da abschrieb, aber er hielt es wohl für notwendig, seinem Buch einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.
Sehr interessant ist Ibn Dawuds *Liebestheorie, die er anhand der ausgewählten Liebespoesie in den ersten fünfzig Kapiteln entfaltet. Möglicherweise hat seine Theorie sogar Westeuropa beeinflusst. Dass wir uns lieben müssen, wenn wir heiraten, kommt nicht von ungefähr: Irgendjemand hat das erfunden. Das war gewiss nicht Ibn Dawud persönlich, aber die arabische Liebestheorie war sicher von Einfluss.
Interessant ist auch seine Reaktion auf die islamische Mystik (Sufismus), die seinerzeit sehr im Kommen war.
Ansonsten gibt es einige *Anekdoten über sein Leben. Die eine Hälfte handelt von seinen Kontakten mit Juristen und Mystikern; die andere über seine *Liebeskrankheit und seinen Liebestod. Tja, er soll an Liebe gestorben sein; das passierte in der damaligen Literatur öfter. Auch ein lustiges Thema.

ANMERKUNGEN
1. W. Raven, Ibn Dâwûd al–Isbahânî and his Kitâb al–Zahra, (Diss. Leiden), Amsterdam 1989. Wer mag, kann für € 10 ein Exemplar bekommen: einfach Kontakt aufnehmen.
2. – Ibn Dāwūd al-Isbahāni, Kitāb al-Zahra (The Book of the Flower), The first half, Hg. A.R. Nykl und Ibrāhīm Tūqān, Chicago 1933.
– Abū Bakr Muhammad ibn Dāwūd al-Isfahānī, Az-Zahra, Hg. und kommt. Ibrāhīm al-Sāmarrāʾī, az-Zarqāʾ 1406/1985.
– Abū Bakr Muhammad ibn Dāwūd al-Isfahānī, An-niṣf al-ṯānī min Kitāb az-Zahra, Hg. Ibrāhīm al-Sāmarrāʾī und Nūrī al-Qaysī, Baghdād 1975.
– Abū Bakr Muhammad ibn Dāwūd al-Isfahānī az-Zahirī, Kitāb az-Zahra. Parte seconda, Hg. Michele Vallaro, Napoli 1985.

„Alles“ über die Handschriften und Ausgaben hier:
W. Raven, „The manuscripts and editions of Muhammad ibn Dāwūd’s Kitāb al-Zahra,“ in Manucripts of the Middle East 4 (1989), 133–37. Des weiteren:

Diakritische Zeichen: Muḥammad ibn Dāwūd al-Iṣbahānī, Ṭūqān, aẓ-Ẓahirī

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„Platonische“ Liebe

Ibn Dāwūd al-Isbahāni (Bagdad, 868-909) kannte die „platonische Liebe,“ — aber natürlich nicht so, wie der Ausdruck heute verstanden wird. In seinem Kitāb az-Zahra hat er zwei Texte, die etwas mit Plato zu tun haben.
Im kürzesten Text nennt Ibn Dāwūd Plato als Autor:

  • Es wird erzählt, dass Plato gesagt habe: „Ich weiß nicht, was Liebe ist, aber ich weiß, dass sie ein göttlicher Wahnsinn ist, der weder zu loben noch zu tadeln ist.“ 1

Im zweiten Text nennt er den griechischen Philosophen nicht, aber wir müssen unweigerlich an dessen halbierte Menschen und ihre Sehnsucht nach ihrem ursprünglichen Gegenstück denken:2

  • Ein Philosoph behauptet, dass Gott jede Seele rund schuf, in der Gestalt einer Kugel, und sie dann in zwei Hälften auseinanderschnitt und jede Hälfte in einen Leib getan hat. [Wenn nun] ein Leib dem Leib begegnet, in dem sich die Hälfte befindet, die von der Hälfte, die er selbst bei sich hat, abgeschnitten war, so entsteht zwischen ihnen leidenschaftliche Liebe, auf Grund ihres früheren Zusammenpassens. Die Anziehungskraft ist bei Menschen stärker oder schwächer, je nach der Subtilität ihrer Natur.3

Bekannt ist die Kritik des Ibn Hazm al-Andalusī (994–1064) an der Theorie der halben Kugeln:

  • Über das Wesen der Liebe gibt es verschiedene Theorien, die von ihren Verfechtern ausführlich dargestellt worden sind. Meine eigene Auffassung ist, daß die Liebe eine Vereinigung von den in dieser Schöpfung getrennten Seelenteilen in ihrem höheren Ursprungselement ist, u.z. nicht so, daß die Seelen in Teile zerlegte Kugeln sind, die Meinung einiger Philosophen, wie sie Muhammad ibn Dawud wiedergibt, sondern in der Weise, daß die beiderseitigen bewegenden Kräfte in der Heimstatt ihrer höheren Welt gleichartig und nach ihrer Bildungsart verwandt sind.4

Aber auch das Kitāb az-Zahra selbst hat in einer der drei Handschriften einen kritischen Kommentar dazu, den Ibn Hazm offensichtlich nicht kannte. Es ist unklar, ob dieser vom Verfasser oder von einem Abschreiber stammt: 

  • Gegen ihn ist einzuwenden: Wenn wir jemanden finden, der eine andere Person leidenschaftlich liebt, und der Liebhaber stirbt dann vor Liebe, aber die andere Person stirbt vor Hass dem Liebhaber gegenüber, wie war seine Hälfte dann abgeschnitten?
    Und wenn wir einen Mann finden, der zwanzig Menschen liebt, wie viele Hälften hat seine Seele dann? 5

 

ANMERKUNGEN
1. Ibn Dāwūd al-Isbahāni, Kitāb al-Zahra (The Book of the Flower), The first half, hg. A.R. Nykl und Ibrāhīm Tūqān, Chicago 1933, S. 15.

وحكي عن افلاطرن أنه قال: ما أدري ما الهوى غير أني أعلم أنه جنون الاهي لا محمود ولا مذموم.

Dieser Satz kommt so bei Plato nicht vor, aber der Inhalt geht zurück auf dessen Phaedrus 244a-245b.
2. Plato, Symposion 189d–193d.
3. Ibn Dāwūd al-Isbahāni, o.c., S. 15.

وزعم بعض المتفلسفين أن الله جل ثناؤه خلق كل روح مدوّرة على هيئة الكرة، ثم قطعها أنصافًا، فجعل في كل جسد نصفًا وكل جسد لقي الجسد الذي فيه النصف الذي قطع من النصف الذي معه كان بينهما عشق للمناسبة القديمة وتتفاوت أحوال الناس في ذلك بين القوة والضعف على حسب رقة طبائعهم.

4. Ibn Hazm, Von der Liebe und den Liebenden, übers. Max Weisweiler, Leiden 1941, S. 19. Im Original: Abû-Muhammed-Alî-Ibn-Hazm al-Andalusî, Tauk-al-Hamâma, hrsg. D.K. Pétrof, St. Petersburg/Leiden 1914, S. 7:

وقد اختلف الناس في مائيته وقالوا وأطالوا والذي أذهب اليه انّه اتّصال بين أجزاء النفوس المقسومة في هذه الخليقة في أصل عنصرها الرفيع، لا على ما حكاه محمد بن داود رحمه الله عن بعض أهل الفلسفة: الأرواح أُكَر مقسومة لكن على سبيل مناسبة قواها في مقرّ عالمها العلوى ومجاورتها في هيئة تركيبها.

Ibn Hazm, Von der Liebe und den Liebenden, übers. Max Weisweiler, Leiden 1941, S. 19.
5. Ibn Dāwūd al-Isbahāni, Kitāb az-Zahra i, Ms. Torino, Bibl. Reale Nr. 68, fol. 11 a/b.

يقال له فهو [إ]ذا [كنا] نجد واحدًا يعشق واحدًا فيموت العاشق من حبّه وذلك الآخر يموت من بغض من يعشقه، فأنّى قَصّة هذا النصف؟ ونجد الرجل أيضًا يعشق عشرين فكم نصف لروح هذا؟

Diakritische Zeichen: Ibn Dāwūd al-Iṣbahāni, Ṭūqān, Ibn Ḥazm al-Andalusī, Ṭauḳ (Ṭauq) al-Ḥamâma

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Sindbad der Seefahrer

Sindbad der Seefahrer ist ein meiner Favoriten aus Tausend und eine Nacht.
Sieben Mal schifft sich Sindbad (Sindibād) im Irak ein gen Osten. Sieben Mal erleidet er Schiffbrüche, unbekannte Seen, gefährliche Tieren und Monster, und die bizarren oder grausamen Gewohnheiten irgendwelcher Eingeborene. Und alle sieben Male ist er beherzter als seine Reisegefährten und weiß er sich wieder zu retten—sei es natürlich mit göttlichem Beistand. Nach sieben Reisen hat er es satt und lebt er noch lange und glücklich mit der Gattin und mit dem enormen Reichtum, den er so ganz nebenbei erworben hat—und mit einem guten Freund.
Sindbad ist ein Vorläufer der späteren europäischen Seefahrer. Er zieht ostwärts im Rahmen der Indienfahrt, die seit dem neunten Jahrhundert aus Basra und Sīrāf betrieben wurde. Indien, Indonesien und China wurden regelmäßig durch Schiffe aus dem Abbasidenreich angelaufen, die voll geladen mit Spezerei, Edelsteinen und allerlei anderen exotischen Sachen zurückkehrten. Die Schiffskapitäne bildeten, wenigstens in diesen Erzählungen, eine Art informelle Ostindische Kompagnie, in der es idyllisch zugeht. Wo auch immer Sindbad an Land geschwemmt wird oder festläuft, immer kommt ein arabisches Schiff mit einer hilfsbereiten Bemannung vorbei. Manchmal liegt an Bord noch Ware von ihm. Sobald er nachgewiesen hat, dass die ihm gehört, werden ihm die sorgfältig aufbewahrten Güter zurückgegeben und er bekommt eine freie Fahrt nach Hause.
Zu den Schätzen, die die Indienfahrt einbrachte, gehörten auch Erzählungen. Der „geheimnisvolle Orient“ ist nicht von europäischen Orientalisten erfunden worden; sie existierte seit Jahrhunderten im arabischsprachigen Raum und wurde von einem Publikum gefront, das sich durch fantasievolle Reiseberichte und -erzählungen sowohl unterrichten wie auch amüsieren ließ. Erzählungen wie die von Sindbad, über Abenteuer und über die „Wunder Indiens“, haben die Araber Jahrhunderte lang fasziniert. Im Grunde sind sie nicht so anders als das, was europäische Reiseschriftsteller einige Jahrhunderte später über ihre erschröcklichen Abenteuer zu melden hatten.
Vertraut wirken Sindbads Beweggründe für seine Reisen. Die erste Reise unternimmt er, weil er fast bankrott ist; später, wenn er sein Vermögen längst gesichert hat, fährt er aus Verlangen „Handel zu treiben, Geld zu verdienen und Gewinn zu haben,“ aber auch „um mir die fremden Länder anzusehen, auf dem Meer zu fahren, mich den Kaufleuten anzuschließen und Berichte über neue Dinge zu genießen.“ Er ist zu unruhig um zu Hause zu bleiben; sein Reichtum langweilt ihn. Einmal führt er sogar an, dass er verreist, weil er sich danach sehnt nach Heimkehr seine „Freunde und Gefährten wiederzusehen und in der Heimat zu sein.“ Ein fast moderner Mensch.
Verwerflich findet er diese Sehnsucht schon. Als unmittelbarer Triebfeder zu seinen Reisen nennt er mehr als einmal „die Seele, die zum Bösen treibt,“ ein Begriff aus dem Koran (12:53). Es ist die Sünde, die ihn antreibt, und das Meer, auf das er sich begibt, ist das Chaos, der Aufenthaltsort des Bösen. Noch negativer wird sein Kurzausflug ins Weltall bewertet. Sindbad steigt nicht hinauf zu Gott, und das islamische Paradies strebt er auch nicht nach. Er zappelt und schaukelt nur herum bis er letztendlich in sich selbst Ruhe findet.
Sind Supergewinne auch tadelnswert? Bei diesen frühen Indienfahrten gab es theoretisch Gleichwertigkeit der Handelspartner und war von Ausbeutung nicht die Rede. Aber diese dummen Leutchen im Osten, so vermitteln uns die Erzählungen, wissen meist nicht einmal auf welchen Kostbarkeiten sie sitzen, und Sindbad behandelt sie oft grausam. Über seine Einkünfte bleibt er ziemlich vage, was vielleicht auf Schuldgefühl hindeutet. Ein Floß, das er einmal baut um sich zu retten, ist bei näherer Betrachtung aus wertvollem Sandelholz; auch Diamanten und andere Kostbarkeiten fallen ihm einfach zu. Wenn man ihm glauben soll, ist er nur durch Gottes Gnade reich geworden; selbst kann er nichts dafür. Verdient hat er es aber trotzdem, wie er meint: Wenn man so viel Elend durchgestanden hat ist es nur gerecht, dass man etwas daran verdient.
Zum Glück gilt das auch für die andere Person in diesem Erzählzyklus: Sindbad der Festländer, ein Lastträger, der viel Elend erlebt—und zwar, anders als sein Namensvetter, ohne seine Schuld. Die sieben Erzählungen des Seefahrers sind in einer Rahmenerzählung gefasst, die mit der Szene des armen Lastträgers anfängt, der leicht verbittert aber sich letztendlich in den Standesunterschied fügend, sich vor dem prachtvollen Haus des Seefahrers kurz verschnauft. Dieser lädt ihn zu sich ein, gebraucht ihn als Publikum für seine Erzählungen und lässt ihn an seinem Wohlstand teilhaben, indem er ihn bewirtet, ihm große Zuwendungen gibt und sein Freund wird. So befreit der Reiche sich von etwas Gold und Schuldgefühl—und hier steckt offensichtlich die Moral. Reichtum ist gut, aber er soll geteilt werden. Durch den Seefahrer erlöst der gütige Gott auch den Festländer aus seinem Elend.
Es läuft eine Linie von den Sindbad-Erzählungen zu modernen Gewalt- und Horrorfilmen. Die Höhle voller Knochen und verwesenden Leichen, in die Sindbad nach dem Tod seiner indischen Frau geworfen wird und in der er sich mit dem Proviant der neu eintreffenden Witwen und Witwern am Leben hält, die er mit einem Knochen erschlägt, wäre auf dem Leinwand nicht weniger überzeugend als die Episode mit dem Zyklopen.

[Auch veröffentlicht in zenith, September/Oktober 2012]

QUELLE
– Alf laila wa-laila, Bulāq 1251/1835, Bd. II, 1–37 (Nacht 536–566).
– Die Erzählungen aus den Tausendundein Nächten. Zum ersten Mal nach dem arabischen Urtext der Calcuttaer Ausgabe vom Jahre 1839 übertragen von Enno Littmann, 6 Bde., Leipzig (Insel) 1921–8. (Diese Übersetzung ist des Öfteren als Inseltaschenbuch 224 im Angebot. Sie ist gut, aber zu Grunde liegt eine etwas andere Ausgabe als die gerade erwähnte. Der Sindbad-Zyklus steht hier in Band iv, S. 97–215.)
– Von anderen Übersetzungen rate ich ab. Die Tausenundeine Nacht ist oft sehr schlechten Übersetzern und Bearbeitern zum Opfer gefallen. Zu ihnen gehört übrigens nicht Claudia Ott, die eine sehr gute Übersetzung veröffentlicht hat; diese enthält aber nicht den Sindbad-Zyklus. Wer auf einer Insel in Hinterindien wohnt oder aus anderen Gründen Littmann nicht zur Hand hat, kann sich im Internet bei der berühmten englischen Übersetzung von Richard Burton bedienen. Band 6, S. 1–82. Lädt langsam.

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Die „Erzähler“, die ersten Koranausleger

Der Bedarf an Koranauslegung (tafsīr) wurde anfangs von den „Erzählern“ (qāss, Pl. qussās;→ Pellat, Kāss) gedeckt. Das waren die ersten „islamischen“ Intellektuellen, die oft nebenamtlich Richter waren. In der Umayyadenzeit sprachen sie nach der Freitagspredigt zu den Gläubigen in den Moscheen. Sie erklärten den Koran, erzählten aber auch über den Propheten und die älteren Propheten und schilderten Paradies und Hölle. Ihre Erzählungen (qissa, Pl. qisas) waren sowohl erbaulich wie auch unterhaltsam und oftmals recht fantastisch. Wenn sie die koranischen Texte zu den früheren Propheten „erweiterten,“ schöpften sie oft aus jüdischen und christlichen, biblischen und nichtbiblischen Erzählungen, den sogenannten Isrā’īlīyāt. Was der Koran schon angefangen hatte, setzten sie fort: Mohammed wird als letzter Prophet in einer ganzen Reihe früherer Propheten positioniert, während diese umgekehrt auch die Merkmale Mohammeds verliehen bekamen.
Nach 700 wurden die Erzähler immer öfter aus den Moscheen verbannt. Ihr Ruf verschlechterte sich und letztendlich landeten sie auf der Straße, wo sie auch ein Publikum fanden. Ihre Neigung zu fantasieren verärgerte die frommen Gläubigen und Hadithgelehrten zunehmend, und die außerislamischen Materialien, die sie verbreiteten, wurde immer weniger akzeptabel gefunden.
Weil die Erzähler keine Schriftsteller waren, ihren guten Ruf relativ schnell verloren und als Gelehrtentyp spätestens bei dem Antreten der *Abbasiden-Dynastie (750) als überholt galten, sind kaum Texte unter ihren Namen in Büchern gesammelt. (Eine Ausnahme ist *Wahb ibn Munabbih.) Es gab zu der Zeit ohnehin noch kaum Bücher. Aber ihr Material sickerte in mindestens zwei Gattungen ein: die *Prophetenbiographie (sīra) und die Koranauslegung, trotz aller Versuche der Kompilatoren, sich von den Erzählern zu distanzieren und ihren Stoff politisch und religiös korrekt zu gestalten.
Die ‘ulamā’, die „Gelehrten,“ nahmen allmählich den Platz der Erzähler ein und hatten ein andere Auffassung von Gelehrsamkeit. Es ist nicht so, dass später nicht mehr auf Basis von Koranversen „erzählt“ wurde. Ich erinnere nur an die reichhaltigen Prophetenerzählungen aus dem zehnten Jahrhundert. Nur der Status, das Prestige solcher Erzählungen wurde geringer.

Als Beispiele zwei Texte aus der Prophetenbiographie, die auf „Erzähler“ zurückgehen:

  • Aus dem Bericht des ‘Abdallāh ibn Mas‘ūd entnehme ich die folgenden Worte des Propheten:
    Immer wenn mich Gabriel von einem Himmel zum nächsten brachte, fragte man ihn, als er um Einlass bat, wer ich sei. Er nannte ihnen meinen Namen und sie fragten ihn weiter, ob ich gesandt worden sei. Als er es bejahte, riefen sie aus:
    „Gott schenke ihm Leben, Bruder und Freund!“
    So geschah es, bis wir zum siebten Himmel gelangten und er mich schließlich zu meinem Herrn brachte, der mir für jeden Tag fünfzig Gebete zur Pflicht machte. Als ich dann auf dem Rückweg wieder bei Moses vorbeikam — welch vortrefflicher Freund ist er euch! —, fragte er mich:
    „Wie viele Gebete sind dir auferlegt worden?“
    „Fünfzig jeden Tag,“ erwiderte ich, worauf er sprach:
    „Das Gebet ist eine schwere Last, und dein Volk ist schwach. Gehe zurück zu deinem Herrn und bitte Ihn, Er möge dir und deinem Volke diese Last erleichtern!“
    Ich tat, wie er mich geheißen hatte, und mein Herr ließ mir zehn Gebete nach, doch als ich wieder bei Moses vorüber kam, sagte er mir nochmals das gleiche, und Gott erließ mir weitere zehn Gebete. So ging es fort, bis nur noch fünf Gebete übrig waren. Als ich dann wieder zu Moses kam und er mir erneut riet, Gott um Erleichterung zu bitten, sprach ich zu ihm:
    „Ich bin nun so oft zu meinem Herrn zurückgekehrt und habe Ihm diese Bitte vorgetragen, dass ich mich jetzt schäme und es nicht nochmals tun werde.“
    Seinen Zuhörern aber versprach der Prophet:
    „Jedem von euch, der diese fünf Gebete gläubig und ergeben verrichtet, werden sie wie fünfzig Gebete vergolten werden.“ 1
  • […] von ‘Abdallāh ibn ‘Amr habe ich erfahren, dass der Freigelassene des Propheten Abū Muwaihiba Folgendes erzählte: Mitten in der Nacht ließ der Prophet mich zu sich kommen und sagte: „Mir wurde befohlen, für die Tote auf dem Baqī‘-Friedhof um Vergebung zu beten. So komme mit mir!”
    Ich ging mit ihm und als er mitten zwischen den Gräbern stand, sprach er:
    „Friede sei über euch, o ihr Volk der Gräber! Freut euch, dass ihr nicht mehr seid, wo die Lebenden sind! Wie Fetzen der finsteren Nacht nahen die Versuchungen, eine nach der anderen, die letzte schlimmer als die erste.“ […]2

Als Beispiel aus der Koranauslegung möge die „erzählerische“ Erklärung des Wortes kauthar in Q 108:1 dienen. Ibn Ishāq zitiert einen Hadith, nachdem dies

  • „ein Fluss ist, so breit wie die Strecke von San‘ā’ nach Aila [das sind ± 2000 km.; WR]. Seine Wasserstellen(?) sind so zahlreich wie die Sterne des Himmels. Dort steigen Vögel ab mit Nacken wie Kamele […] usw..“ 3

Oder alternativ bei at-Tabarī:

  • „[…] ein Fluss [im Paradies], weißer als Milch und süßer als Honig, mit Perlenkuppeln an beiden Ufern.“ 4

Der Fantasie der Erzähler waren keine Grenzen gesetzt. Über die Varianten der Koranauslegung siehe auch hier.

ANMERKUNGEN
1. Ibn Ishāq, Sīra: Das Leben Muhammed’s nach Muhammed Ibn Ishâk bearbeitet von Abd el-Malik Ibn Hischâm, uitg.. F. Wüstenfeld, Göttingen 1858–60, 271. Übersetzung: Ibn Ishāq, Das Leben des Propheten, übers. Gernot Rotter, Kandern 1999, 88.
2. ibidem, 1000. Rotter, 252.
3. @
4. at-Tabarī, Ta’rīkh, i, 1158

MEHR LESEN:
– Ch. Pellat, „Kāss“ en„Kissa I“ in EI2.
– Lyall R. Armstrong, The Quṣṣāṣ of Early Islam, Leiden 2016.
– A. A. Duri, The Rise of Historical Writing among the Arabs, hg. und übers. Lawrence I. Conrad, Einf. Fred M. Donner, Princeton 1983, Index s. v. qisas.
– G. Vajda, „Isrāʾīliyyāt,“ in EI2.
– I. Goldziher, Muhammedanische Studien i–ii, Halle 1888–90, insbes. ii, 160–170.
– Merlin S. Swartz, Ibn al-Jawzī’s Kitāb al-quṣṣās wal-muḏakkirīn. Including a Critical Edition, Annotated Translation and Introduction, Beirut [1969].
– al-Ǧāḥiẓ, al-Bayān wat-tabyīn, hg. ‘Abd al-Salām Muḥammad Hārūn, Kairo, 4 Bde. 1985; i, 367–9.

Diakritische Zeichen: qāṣṣ, Pl. quṣṣāṣ;→ Pellat, Ḳāṣṣ, qiṣṣa, qiṣaṣ, Ibn Isḥāq, Ṣanʿāʾ, Ibn Isḥāq, aṭ-Ṭabarī, Taʾrīḫ, ḳāṣṣ, ḳiṣṣa

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Burka for men

Arabische Männer tragen traditionell keine Burkas,1 vielleicht weil sie das mit Weiblichkeit assoziieren. So verzichten sie auf ein praktisches Kleidungsstück, das den Träger vor Sonnenbrand, Staub, Sand und einem unangenehmen Ausblick schützt, und seinen Gegenüber gegebenenfalls vor dem Anblick einer abstoßenden Visage oder einer schlechten Frisur. Die Tuareg haben das besser verstanden; bei ihnen trugen und tragen die Männer tiefblaue Gesichtsschleier.
In Bagdad verschleierte sich früher nur gelegentlich ein empfindlicher Mann, wie z.B. Ibn Djāmi‘, der Freund des Ibn Dāwūd al-Isbahānī (± 868–910). Ibn Djāmi‘ hatte keine abstoßende Visage; im Gegenteil, er fand sich viel zu schön für die Öffentlichkeit. Als der Kalif – laut einer Anekdote – ihn einmal um ein Beispiel seiner Rücksicht auf Ibn Dāwūd bat, antwortete er:

  • Ich ging einmal ins Badehaus und als ich es wieder verlassen wollte, schaute ich in den Spiegel und fand mein Spiegelbild schöner als je zuvor. Ich bedeckte mein Gesicht und schwor, dass niemand vor ihm es zu sehen bekomme. Dann ging ich eilends zu ihm; er nahm meinen Schleier ab und schaute mich an. Er war froh und glücklich, und sagte: Es gibt keinen Gott außer Gott! Lob sei Ihm, der ihn erschaffen hat! Darauf rezitierte er den Koranvers 3:6: „Er ist es, der euch im Mutterleib gestaltet, wie er will.“ Ich erzählte ihm, wie es mir zumute gewesen sei, und blieb den Tag bei ihm.2

Ein Text aus dem 13. Jh. kennt das Phänomen des verschleierten Mannes ebenfalls:

  • […] Daher erzählt einer der leute, die etwas von der liebe verstehen, er habe einmal zugehört, wie ein geliebter seinen liebhaber mit vorwürfen überschüttete, die so hart waren, das es dem zuhörer zu herzen ging. Dieser wollte nach dem vorfalle den geliebten zur rede stellen wegen der behandlung, die er dem liebenden hatte zuteil werden lassen. Doch als dieser zu ihm herauskam, war er verschleiert (mubarqa‘). Als er fragte, was das bedeute, sprach jener: Er hat meine harte vorwürfe ertragen, er ist zu mir aus seiner heimat ausgewandert, um mein gesicht sehen zu können. Darum lasse ich niemand mein gesicht sehen als ihn.3

Auch heute können Männer ihr Gesicht verschleiern; zum Beispiel ob der Diskretion. Irakische Polizisten umwickeln ihren Kopf, um unerkannt zu bleiben; sie wären sonst ihres Lebens nicht sicher. Man behauptet, Burkas würden gelegentlich auch von Bankräuber und Terroristen verwendet. Das wird eher eine Großstadtlegende (moderne Sage; urban legend) sein; im Nahen Osten achtet man ja sehr genau auf die Bewegungen des weiblichen Körpers und es ist unwahrscheinlich, dass Selbstmordattentäter für die gute Sache mit ihrem Allerwertesten wackeln möchten. Sich in Burka vermummende Männer werden auch in dem Hit der afghanischen Burka Band erwähnt, die leider nur kurz existierte.

jewish-men-wearing-burkasStrenggläubige Muslime sollten sich vielleicht an ultraorthodoxen jüdischen Männern ein Beispiel nehmen. Diese verschleiern nicht ihre Frauen, sondern benutzen selbst Augen- und Seitenklappen um die verführerischen Frauen nicht sehen zu müssen.
.

Die Burka hat auch eine erotische Funktion. Hier ein verschleierter Afghane beim Schwofen. In Europa wird der erotische Wert der Burka, auch in der Latex-Version, vor allem in Fetischistenkreisen erkannt, bei Frauen wohl noch eher als bei Männern. Aber seit Michael Jackson mal eine Abaya anzog, bei einem Tag shoppen in Bahrein, galt es auch in bestimmten homosexuellen Kreisen in London als cool, sich in einer Burka eben nicht zu zeigen. Ein Trend ist es wohl nicht geworden; die betreffenden Webseiten, die auch die Möglichkeit boten Burkas zu kaufen, sind wieder verschwunden.

ANMERKUNGEN:
1. Burka ist ein arabisches Wort: burqu‘ oder burqū‘ oder burqa‘ (برفع، برقوع). Ich schreibe es auf Deutsch, weil es vor allem in Westeuropa üblich ist. Das Wort ist aus Afghanistan zu uns gekommen, wo es über Indien gelandet war. In Afghanistan heißt das betreffende Kleidungsstück jedoch Tschaderi (چادرى‎).
2. As-Safadī, Salāh ad-dīn Khalīl ibn Aibak, al-Wāfī bil-wafayātDas Biographische Lexikon usw. , hg. Helmut Ritter, İstanbul/Leipzig 19@@, iii, 59–60:

دخل على ابن داود ابراهيم بن (محمد) نفطويه وقي ضنى على فراشه فقال له: يا أبا بكر ما هذا مع القدرة والمحبوب مساعد؟ فقال: أنا في آخز يوم من أيام الدنيا لا أنالني الله شفاعة محمد ص إن كنت حللت سراويلي على حرلم قط. حدثني أبي العباس: قال رسرل الله ص: من عشق فكتم وعفّ وصبر ثم مات مات شهيدا وأدخله الله الجنة.

3. Ibn al-Dabbāġ (gest. 1296). Zitiert in Helmut Ritter, Das Meer der Seele, Leiden 1955, 383. Arabischer Text nicht zur Verfügung.

Kleidung
• Damen: Kopftuch, Schleier, Burka & Co, Tschadorhot pants
• Herren: Lendentuch, langes Gewand, Arabische Kleidung in der Bibel

Diakritische Zeichen: Ibn Dāwūd al-Iṣbahānī, Ibn Ǧāmiʿ, mubarqaʿ

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Blachère, Principaux thèmes

Für Arabisten, die an alte arabische Liebesdichtung interessiert sind

R. Blachère, „Les principaux thèmes de la poésie érotique au siècles des Umayyades de Damas,“ in: Annales de l’Institut d’études orientales d’Alger, 5 (1939–41), 82–128

ist ein Artikel, den man nicht jeden Tag sieht, weil er im Weltkrieg in Alger erschien. Deshalb biete ich hier meine mittelprächtige, aber brauchbare Kopie an: Blachère.

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