Wovon handeln Hadithe?

Muslime, die über das richtige islamische Handeln Rat suchen, fangen mit einer Frage an: Wie habe ich zu beten, zu fasten, zu pilgern? Oder: Ist dies oder das erlaubt? Oder: Was soll ich in einem bestimmten Fall tun? Der Schariagelehrte oder Mufti schaut in die Jurisprudenz oder findet darüber hinaus noch Korantexte oder Hadithtexte nach seiner Wahl, mit Hilfe derer er die Frage meist befriedigend beantworten kann. Systematische Hadithforschung wird zu diesem Zweck nicht betrieben.
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Wer Hadithwissenschaft betreiben will, fängt am anderen Ende an: Es liegen Hadithtexte vor und der Forscher fragt sich, wovon diese handeln, was sie wollen und was sie über den historischen Zusammenhang, in dem
 sie entstanden sind, mitteilen. Es gibt ganz klare Hadithe, aber auch solche, deren Anliegen erst deutlich wird, wenn man alle Paralleltexte und Varianten hinzuzieht. Dann bekommt man einen Eindruck davon, was die alten Hadithgelehrten beschäftigt hat und wie ein Thema sich entwickelt hat. Hier werde ich zeigen, dass sich nicht immer leicht feststellen lässt, wovon ein Hadith handelt.
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Weil es hier nur um die Inhalte (mutūn) geht, habe ich die Überliefererketten (Isnade) weggelassen.1 Muslime können trotzdem sicher sein, dass hier keine obskuren Texte zitiert werden: Die Beispieltexte entstammen alle gediegenen Hadithsammlungen.

Wo findet man etwas zu den Inhalten?
Die gängigsten Hadithsammlungen sind nach den Bedürfnissen der Schariagelehrten eingerichtet. Die Inhalte sind im weitesten Sinne „juristischer“ Natur: Sie handeln vom richtigen Handeln, von dem, was nach dem Schariarecht erlaubt und verboten (halāl und harām) oder sittlich empfehlenswert ist.
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Die Inhaltsangaben solcher Sammlungen sehen in großen Zügen ungefähr so aus wie bei
al-Bukhārī: Glauben; die ‘ibādāt (kultische Pflichten): Reinheit, Gebet, Armensteuer, Pilgern, Fasten; die mu‘āmalāt (alles Zwischenmenschliche): Handel, Erbrecht, Prozessrecht, Sklavenrecht, Fremdenrecht, Dschihad, Prophetengenossen, der Prophet, Koranauslegung, Eheschließung, Verstoßung, Getränke, Medizin, Kleidung, gute Manieren, Gelübde, Strafrecht, Blutgeld, Traumauslegung, die Endzeit und noch etliches mehr.
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Die Themen der Hadithe sind in allerlei arabischsprachigen Werken, aber auch in zwei englischsprachigen Büchern aufgelistet:
→ Juynboll, Encyclopaedia of Hadith konzentriert sich auf die Überlieferer, aber mittels der Inhaltsangabe findet man auch alle Themen der Hadithe und sogar deren Texte in Übersetzung.
→ Wensinck, Handbook. Ausführliche Probeseiten stehen online.
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Das Handbook enthält auf den ersten Seiten vollständige Inhaltsangaben der gängigsten Sammlungen in transkribiertem Arabisch. Des Weiteren sind alle oder nahezu alle Hadithe mit ihren Fundstellen unter Überschriften eingeordnet, wie z.B. „Prayer in case of danger” oder „Muhammad sees Paradise and Hell during an eclipse“. Diese Überschriften sind oft oberflächlich, manchmal falsch. Sie sind aber dienlich, um die Mehrzahl der Fundstellen zu einem bestimmten Thema erst mal zusammenzusuchen.

Einige Kostproben und Leseversuche
In den Sammlungen findet man einerseits nüchterne, sachliche Hadithe, die eindeutig sagen, woran man sich zu halten hat. Einige Beispiele:

  • TEXT 1: Wenn der Prophet die große Waschung verrichtete, verwendete er dazu zwischen einem ṣā‘ und fünf mudd Wasser. Für die kleine Waschung genügte ihm ein mudd Wasser.2 
  • TEXT 2: Eine Magd von Ka‘b ibn Malik weidete Schafe, die ihm gehörten, am (Berg) Sal‘. Da verunglückte eins der Schafe. Sie lief zu ihm hin und schächtete es mit einem Stein. Der Prophet wurde danach gefragt. Er sagte: „Ihr dürft es essen.” 3
  • TEXT 3: Khansā’ bint Khidhām al-Ansārīya erzählte: Mein Vater verheiratete mich als ältere Frau gegen meinen Willen. Da ging ich zum Propheten und er erklärte die Ehe für ungültig.4
  • TEXT 4: Der Prophet verrichtete nach der Beerdigung das Gebet am Grabe und er sprach dabei vier Mal das Allāhu akbar („Gott ist groß“).5 

Andererseits findet man viele Hadithe, die eigentlich Erzählungen sind und von Erzählern oder aus der Sira stammen und die manchmal nachträglich mit einem Isnad versehen wurden, um ihnen mehr religiöses Prestige zu verleihen. Ein Beispiel für solch eine Erzählung, der wohl kaum eine Richtlinie für das richtige Verhalten zu entnehmen wäre, die man aber einfach nicht entbehren wollte, ist:

  • TEXT 5: Aischa erzählte: An jenem Tag, da der Prophet in die Moschee gegangen war, kam er zu mir zurück und legte seinen Kopf in meinen Schoß. Da trat ein Mann aus der Familie Abū Bakrs ein, mit einem grünen Zahnholz in der Hand. Der Prophet schaute darauf, auf eine Weise, dass ich verstand, dass er es gerne haben wollte. Ich fragte ihn: „Prophet, soll ich dir dieses Zahnholz geben?“ „Ja,“ sagte er. Ich nahm es, kaute es vor, bis es weich war, und gab es ihm. Er rieb sich damit so energisch die Zähne, wie ich es noch nie bei ihm gesehen hatte; dann legte er es beiseite. Ich bemerkte, wie er auf meinem Schoße auf einmal schwer wurde, und als ich ihm ins Gesicht sah, waren seine Augen starr. Er sprach noch: „Nein, lieber die höchste Freundesschar im Paradies.“ Ich sagte: „Bei Dem, Der dich mit der Wahrheit gesandt hat! Du wurdest vor die Wahl gestellt und hast gewählt!“ Dann verschied er.6

Viele andere Texte sind zwar erzählend, aber man kann darin schon ein prophetisches Vorbild entdecken:

  • TEXT 6: … von Anas ibn Mālik: Der Prophet sagte: „Mir ist heute Nacht ein Sohn geboren worden; ich benenne ihn nach meinem Vater Ibrāhīm.“ Er übergab ihn [der Amme] Umm Saif, der Frau eines Schmiedes namens Abū Saif. Eines Tages besuchte er ihn ; ich kam mit und wir kamen zu Abū Saif, der mit dem Blasebalg ins Schmiedefeuer blies; das ganze Haus war voller Rauch. Ich eilte voraus und sagte: Hör auf, Abū Saif, der Prophet ist da! Er hörte auf und der Prophet rief nach Ibrāhīm, drückte ihn an sich und sprach allerlei zu ihm.
    Anas sagte noch: Ich habe ihn auch gesehen, als [das Kind] vor seinen Augen im Sterben lag. Er weinte und sagte: „Das Auge weint und das Herz ist traurig, aber wir sagen nur, was Gott zufrieden stellt. Bei Gott, Ibrāhīm, wir trauern schon um dich.“ 7

Dieser Text mag auf den ersten Blick rein biographisch erscheinen, aber er enthält durchaus eine Richtlinie: Trauer ist gut, aber man soll sie nicht übertreiben. Mehr dazu hier.

Ansatz zu einer Fallstudie: die Ansteckung
Als Beispiel mögen einige Hadithtexte dienen, die in → Wensincks Rubrik „Sickness“, Handbook S. 215, untergebracht sind:

  • – [There is] no contagious sickness: 56 Fundstellen
    – Sick camels are not to be brought into contact with sound ones: 10 Stellen
    – Shun him who suffers from elephantiasis: 9 Stellen
    – The country where there is an epidemic disease must neither be sought nor fled from: 57 Stellen
    – ‘Umar and the epidemics in Syria: 10 Stellen

Die Anzahl der Fundstellen sagt nicht viel aus: einerseits sind wohl nicht alle Stellen erfasst worden, andererseits gibt es ohne Zweifel in den unterschiedlichen Sammlungen etliche Dubletten. Die gemeinsame Thematik ist offensichtlich Ansteckung. Gibt es Ansteckung oder nicht, wie hat man sich zu ansteckenden Krankheiten und daran leidenden Kranken zu verhalten? Schon bei Wensinck wird ersichtlich, dass manche Hadithe behaupten, es gebe keine Ansteckung, andere aber davon ausgehen, dass es sie gibt („Shun him who suffers…“). Wer wissen möchte, was die Hadithe zu diesem Thema sagen, muss schon die ca. 140 Stellen nachschlagen; nach Aussortierung der Dubletten bleiben vielleicht 50 aussagekräftige Stellen übrig. Ein Mufti kann sich vielleicht auf ein, zwei Hadithe beschränken, aber ein Wissenschaftler kommt nicht darum herum, alle Hadithe zu seinem Thema zusammenzusuchen und zu vergleichen.8

Hier möchte ich Sie kurz schnuppern lassen:

  • TEXT 7: Der Prophet nahm bei einem Essen die Hand eines Aussätzigen und tauchte die mit der seinigen in die Schüssel. Er sagte: „Sag: Im Namen Gottes und in Vertrauen auf ihn!“ 9

Diesen Hadith führt Wensinck unter „No contagious sickness“ auf. Wenn man nur diesen Hadith lesen würde, könnte man vielleicht meinen, dass der Prophet zu Rücksicht oder Solidarität Aussätzigen gegenüber anspornen wollte. Aber nein, wenn man die anderen Hadithe zum Thema liest, wird klar, dass Wensinck mit seiner Überschrift schon richtig liegt. Dieser Text will sagen: Es gibt keine Ansteckung, man kann ruhig die Hand eines Aussätzigen anfassen und mit ihm essen — eine Verhaltensweise, die man damals gemeinhin schaudernd vermied. Es gibt keine Ansteckung, denn es ist Gott, der entscheidet, ob man krank wird oder nicht. Der Hadith führt uns aus der Rubrik Sickness heraus in die Theologie: Der göttliche Ratschluss (qadā’), die Vorherbestimmung, ist das eigentliche Thema. Bei Wensinck hätte der Text zumindest auch unter einer zweiten Überschrift stehen sollen.
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Nun gab es aber auch Realisten, die z. B. im Alltag bei der Viehzucht Ansteckung kennen gelernt hatten. Nicht ohne Grund legte jemand dem Propheten in den Mund:

  • TEXT 8: Der Prophet hat gesagt: „Ein krankes Tier soll man nicht zusammen mit einem gesunden Tier trinken lassen.” 10

In einem anderen Hadith scheint es, als könne die Ansteckung sogar durch das Böse Auge erfolgen:

  • TEXT 9: Der Prophet hat gesagt: „Schaut nicht lange auf Aussätzige!“ 11

Und auch für Panik wird manchmal Raum gelassen:

  • TEXT 10: Ich habe den Propheten sagen hören: „Fliehe vor einem Aussätzigen, wie du vor einem Löwen fliehst!“ 12 

Es gab offensichtlich heftige Diskussionen zwischen Realisten, die wussten, dass es Ansteckung gibt, und Theologen, die das aus doktrinären Gründen verneinen wollten. Wie immer versuchte jeder seine Auffassung dem Propheten in den Mund zu legen, denn der war die höchste Autorität.
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Es gab auch noch einen Zwischenstandpunkt, dessen Vertreter sich der Ansteckung bewusst zeigen, aber statt Panik doch lieber Gottvertrauen empfahlen bzw. einer weiteren Verbreitung der Seuche vorbeugen wollten (Wensinck: „The country where there is …“, „‘Umar and the epidemics…“):

  • TEXT 11: Als ‘Umar nach Syrien reisen wollte, hörte er in Sargh, dass in Syrien die Pest ausgebrochen sei. ‘Abd ar-Rahmān ibn ‘Auf erzählte ihm, dass der Prophet gesagt hat: „Wenn ihr hört, dass in einem Gebiet die Pest herrscht, geht dann nicht dorthin. Aber wenn sie in einem Gebiet ausbricht, in dem ihr schon seid, flieht dann nicht davor.” Darauf kehrte ‘Umar zurück aus Sargh.13

 

Streithadithe
Was soll man von diesem Hadith denken:

  • TEXT 12: Der Prophet hat gesagt: „Es gibt keine Ansteckung, es gibt kein Vogelorakel, es gibt keinen Wüstendämon (ghūl).“ 14

Was will dieser Text aussagen? „No contagious sickness“ plus noch zwei andere Themen. Auf den ersten Blick ist es ein Sammelhadith, in dem man mehrere Aussagen des Propheten in einem Text kombiniert hat um sie besser memorieren zu können. Solche Texte kommen oft vor. Aber der Schein trügt: Dieser Hadith ist ein Trick der Theologen. Zwei vorislamische, später „abgeschaffte“ Themen des Aberglaubens werden genannt: Vogelorakel und Wüstendämon. Indem „Ansteckung“ ebenfalls erwähnt wird, soll der Eindruck entstehen, dass der Glaube an Ansteckung ebenfalls ein vorislamischer Aberglaube war: alter Kram, der somit obsolet und verächtlich wäre. Mitnichten: Die Diskussion über die Ansteckung ist nachweisbar islamisch. Sie ist ein Subthema der Diskussion über den freien Willen vs. die göttliche Vorherbestimmung am Anfang des 8. Jahrhunderts. Ganz raffiniert, dieser Versuch den Gegenstandpunkt zu entkräften!

Aber die Gegner kamen mit der Retourkutsche und wussten mittels einer ergänzenden Aussage des Propheten—in der wieder andere vorislamischen Themen vorkommen— den Tenor des Hadith umzukehren:

  • TEXT 13: Der Prophet hat gesagt: „Es gibt keine Ansteckung, es gibt kein Vogelorakel, es gibt keinen Seelenvogel und keinen Wurm im Bauch. Aber fliehe vor einem Aussätzigen wie vor einem Löwen!“ 15 

Also doch Ansteckung, aber etwas weniger Gottvertrauen.

Im folgenden Beispiel findet die Diskussion innerhalb des Hadith statt:

  • TEXT 14: Der Prophet hat gesagt: „Es gibt keine Ansteckung, es gibt kein Vogelorakel, es gibt keinen Wurm im Bauch und keinen Seelenvogel.“ Da stand ein Beduine auf und sagte: „Prophet, warum stehen denn die Kamele im Sand so prächtig da wie Gazellen und werden sie, wenn ein räudiges Tier dazu kommt, alle räudig?“ Der Prophet antwortete: „Aber wer hat denn das erste angesteckt?“ 16

Auch hier bleibt die Ansteckung real, aber sie wird zum Teil von theologischer Seite wieder verneint. Ansteckung ja, wenn es denn sein muss; aber auf jeden Fall ist sie gottgesteuert.
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Ein Spektakelstück ist der folgende Text, in dem die Diskussion auf der Isnad-ebene stattfindet:

  • TEXT 15: Abū at-Tāhir und Harmala haben mir überliefert (mit ungefähr demselben Wortlaut): Uns hat Ibn Wahb berichtet: Yūnus hat mir berichtet auf Gewähr von Ibn Shihāb [az-Zuhrī], dass Abū Salama ibn ‘Abd ar-Rahmān ibn ‘Auf ihm berichtet hat: ‘Der Prophet hat gesagt: „Es gibt keine Ansteckung,“‘ aber er überliefert auch: ‘Der Prophet hat gesagt: „Gesunde und kranke Tiere soll man nicht zusammen trinken lassen.“‘
    Abū Salama sagte: Abū Huraira hat uns beide Hadithe des Propheten überliefert. Später
    hat er uns aber verschwiegen, dass der Prophet gesagt hat: „Es gibt keine Ansteckung,“ und er blieb bei: „Gesunde und kranke Tiere soll man nicht zusammen trinken lassen.“
    Al-Hārith ibn abī Dhubāb—das ist der Vetter Abū Hurairas—sagte: Ich habe dich schon noch einen anderen Hadith überliefern hören, Abū Huraira, aber den verschweigst du jetzt! Du hast auch erzählt, dass der Prophet gesagt hat: „Es gibt keine Ansteckung!“ Aber Abū Huraira weigerte sich das zuzugeben und sagte: „… nicht zusammen trinken lassen!“
    Al-Hārith drängte so lange, bis Abū Huraira sich erboste, Äthiopisch zu brabbeln anfing und sagte: Weißt du, was ich sage! Ich sage: Auf gar keinen Fall!
    Abū Salama sagte: Bei meinem Leben, Abū Huraira hatte uns sehr wohl überliefert: ‘Der Prophet hat gesagt: „Es gibt keine Ansteckung,“‘! Ich weiß nicht, ob Abū Huraira dies vergessen hatte oder ob der eine Hadith den anderen *abgeschafft hat.17

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Das waren erst neun der vielleicht fünfzig Hadithe über Ansteckung und meine Interpretation kann noch nicht die endgültige sein. Aber schon wird klar, 1. dass Hadithe glitschige, veränderliche Texte sein können, deren Themen und Anliegen nicht so leicht festzustellen sind; 2. dass man sie alle lesen muss um einen Einblick in die damalige Gedankenwelt zu erlangen.

Andere Beispiele von Hadithen und Gegenhadithen:
Das Lachen des Propheten
– *Darf eine Frau in die Moschee gehen?   (kommt noch)
Und vielleicht sind auch die Texte 1–4 bei näherer Betrachtung weniger eindeutig als gedacht? Man sollte die Paralleltexte mal dazu suchen.

ANMERKUNGEN
1. Wer diesen Satz nicht versteht, sei auf die Kurzdefinitionen verwiesen.
2. Buḫārī, Wuḍū’ 47: ان النبي ص يغسل أو كان يغتسل بالصاع إلى خمسة أمداد ويتوضأ بالمد Ṣā‘ und mudd sind Inhaltsmaße. Heute kümmern sich vielleicht wenige darum, weil das Wasser ohnehin aus dem Hahn kommt.
3. Buḫārī, Ḏabāʾiḥ 19: أن جارية لكعب بن مالك كانت ترعى غنما بسلع فأصيبت شاة منها فأدركتها فذبحتها بحجر فسئل النبي ص فقال: كلوها
4. Buḫārī, Nikāḥ 42: عن خنساء بنت خذام الأنصارية أن أباها زوجها وهي ثيب فكرهت ذلك فأتت رسول الله ص فرد نكاحه
5. Muslim, Ǧanā’iz 68: أن رسول الله ص صلى على قبر بعد ما دفن فكبر عليه أربعا
6. Ibn Isḥāq: Das Leben Muhammed’s nach Muhammed Ibn Ishâk bearbeitet von Abd el-Malik Ibn Hischâm, Hg. F. Wüstenfeld, Göttingen 1858–60, 1011. Identisch mit Aḥmad ibn Ḥanbal, Musnad vi, 274.
7. Muslim, Faḍā’il 62 (hier zitiert); auch Buḫārī, Ǧanā’iz 44, Ibn Māǧa, Ǧanā’iz 53 u.v.a.

حدثنا هداب بن خالد وشيبان بن فروخ كلاهما عن سليمان واللفظ لشيبان حدثنا سليمان بن المغيرة حدثنا ثابت البناني عن أنس بن مالك قال: قال رسول الله ص ولد لي الليلة غلام فسميته باسم أبي إبراهيم. ثم دفعه إلى أم سيف امرأة قين يقال له أبو سيف. فانطلق يأتيه واتبعته فانتهينا إلى أبي سيف وهو ينفخ بكيره قد امتلأ البيت دخانا. فأسرعت المشي بين يدي رسول الله ص فقلت يا أبا سيف أمسك جاء رسول الله ص. فأمسك فدعا النبي ص بالصبي فضمه إليه وقال ما شاء الله أن يقول. فقال أنس لقد رأيته وهو يَكيد بنفسه بين يدي رسول الله ص فدمعت عينا رسول الله ص فقال تدمع العين ويحزن القلب ولا نقول إلا ما يرضى ربنا والله يا إبراهيم إنا بك لمحزونون.

8. Ich habe das einmal getan über „das Zahnholz des Propheten“; s. hier. Über dieses kleine Thema kamen schon achtzig Hadithe zusammen.
9. Abū Dāwūd, Ṭibb, 24/3925 = Tirmiḏī, Aṭ‘ima 19a e.a.: أن رسول الله ص أخذ بيد مجذوم فوضعها معه في القصعة وقال: كل ثقة بالله وتوكلا عليه
10. Aḥmad ibn Ḥanbal, Musnad ii, 406, 434: قال رسول الله ص: لا يورد الممرض على المصح
11. Aḥmad ibn Ḥanbal, Musnad i, 233: قال رسول الله ص: لا تديموا الى المجذومين النظر 
12. Aḥmad ibn Ḥanbal, Musnad ii, 433: سمعت رسول الله ص يقول: فر من المجذون فرارك من الأسد
13. Muslim, Salām 100: …  أن عمر خرج إلى الشام فلما جاء سرغ بلغه أن الوباء قد وقع بالشام فأخبره عبد الرحمن بن عوف أن رسول الله ص قال: إذا سمعتم به بأرض فلا تقدموا عليه وإذا وقع بأرض وأنتم بها فلا تخرجوا فرارا منه فرجع عمر بن الخطاب من سرغ
14. Muslim, Salām 108: قال رسول الله ص: لا عدوى ولا غول ولا صفر
15. Buḫārī, Ṭibb 19: قال رسول الله ص: لا عدوى ولا طيرة ولا هامة ولا صفر وفر من المجذوم كما تفر من الأسد.
16. Muslim, Salām 101: قال رسول الله ص: لا عدوى ولا صفر ولا هامة فقال أعرابي: يا رسول الله فما بال الإبل تكون في الرمل كأنها الظباء فيجيء البعير الأجرب فيدخل فيها فيجربها كلها؟ قال: فمن أعدى الأول
17. Muslim, Salām 104:

‎وحدثني أبو الطاهر وحرملة وتقاربا في اللفظ قالا أخبرنا ابن وهب أخبرني يونس عن ابن شهاب أن أبا سلمة بن عبد الرحمن بن عوف حدثه أن رسول الله ص قال لا عدوى ويحدث أن رسول الله ص قال لا يورد ممرض على مصح قال أبو سلمة كان أبو هريرة يحدثهما كلتيهما عن رسول الله ص ثم صمت أبو هريرة بعد ذلك عن قوله لا عدوى وأقام على أن لا يورد ممرض على مصح. قال فقال الحارث بن أبي ذباب وهو ابن عم أبي هريرة قد كنت أسمعك يا أبا هريرة تحدثنا مع هذا الحديث حديثا آخر قد سكت عنه كنت تقول قال رسول الله ص لا عدوى فأبى أبو هريرة أن يعرف ذلك وقال لا يورد ممرض على مصح فما رآه الحارث في ذلك حتى غضب أبو هريرة فرطن بالحبشية فقال للحارث أتدري ماذا قلت قال لا قال أبو هريرة قلت أبيت قال أبو سلمة ولعمري لقد كان أبو هريرة يحدثنا أن رسول الله ص قال لا عدوى فلا أدري أنسي أبو هريرة أو نسخ أحد القولين الآخر.

BIBLIOGRAFIE
– A.J. Wensinck, Handbook of Early Muhammadan Tradition, Leiden 1927 [der Stoff ist thematisch nach englischen Stichwörtern geordnet].
– G.H.A. Juynboll, Encyclopedia of Canonical Ḥadīth, Leiden/Boston 2007, ist vor allem ein Nachschlagewerk zu den Überlieferern (*Common Links). Aber über den Index findet man auch alle Hadithe in englischer Übersetzung.

Diakritische Zeichen: ḥalāl, ḥarām, al-Buḫārī, Ḫansāʾ bint Ḫiḏām al-Anṣārīya, qaḍāʾ, ʿAbd ar-Raḥmān, Sarġ, ġūl, Abū aṭ-Ṭāhir Ḥarmala, Ibn Šihāb

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