Saiyid Qutb, Aschwak

(Zielgruppe: Menschen, die Arabisch lesen)

Bevor der Ägypter Saiyid (oder Sayyid) Qutb (1906–1966) das Licht sah und Fürst der Islamisten wurde, beschäftigte er sich mit Literatur. Zwar nicht auf einem besonders hohen Niveau, aber immerhin: Er hat Gedichte, eine Anzahl literaturkritische Artikel und drei Romane verfasst; darunter Ashwāk, „Dornen,“ (1947). Hans Jansen nennt in der Encyclopaedia of Islam (Art. „Sayyid Kutb“) diesen gemeinhin für autobiographisch gehaltenen Liebesroman ein „rührendes Werk, das erklärt, warum der Protagonist niemals heiratete“. In der Tat qualmt einem die Sexualangst aus dem Büchlein entgegen. Auch zeigt es mal wieder, wie sehr der moderner Islamismus, der latent natürlich schon in Qutb brütete, mit der Angst vor allem Sexuellen oder gar Körperlichen zusammenhängt.

Ashwāk ist in Europa nahezu nirgendwo in Bibliotheken vorhanden. Deshalb biete ich jetzt einen Scan der zweiten Auflage des arabischen Texts (1961) hier an. Besprechen werde ich es vielleicht später. Viel Spaß!

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